Unbreakable – Unzerbrechlich

USA (2000)
Regie: M. Night Shyamalan
Darsteller: Bruce Willis (David Dunn), Samuel L. Jackson (Elijah Price), Spencer Treat Clark (Joseph Dunn), Robin Wright Penn (Audrey Dunn), Charlyana Woodard (Elijahs Mutter) u.a.

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David Dunn ist der einzige Überlebende eines Zugunglücks, bei dem 131 Menschen ums Leben kamen. Das Besondere ist aber, dass er keine einzige Schramme davon getragen hat. Wenig später nimmt Elijah Price, ein Comichändler, der gläserne, also sehr empfindliche Knochen hat, mit ihm Kontakt auf. Er versucht David zu überzeugen, dass er ein Supermensch wie aus den Comics sei und er seine besonderen Fähigkeiten zum Wohle der Menschheit einsetzen muß. Doch David hält dies für Schwachsinn, bis ihn mehrere seltsame Ereignisse und der Glauben seines Sohnes zum Umdenken bewegen…

Wer sich von der Werbung beeinflussen ließ, die einen neuen „The Sixth Sense“ versprach (gleicher Regisseur, Drehbuchautor und natürlich Bruce Willis), der kam Weihnachten 2000 natürlich nicht um diesen Film herum. Und da ich mich wie bei oben genannten Film auch wieder überraschen lassen wollte, erkundigte ich mich vorher nicht über die Story – ein Fehler, wie sich herausstellen sollte. Denn M. N. Shyamalan erzeugt zwar diesselbe, spannungsgeladene Atmosphäre wie beim „Vorgänger“, jedoch passt sie diesmal nicht so zur Thematik des Filmes wie noch bei der „Horrorgeschichte“ von den umherlaufenden Toten.

Auch Bruce „Die Hard“ Willis spielt wieder mit der selben Zurückhaltung, doch wirkt er diesmal so, als würde er jeden Moment einschlafen. Der Zuschauer kann nicht wirklich in ihn hineinsehen und deshalb auch das Erwachen der Superkräfte nicht nachvollziehen – David Dunn bleibt einem völlig fremd. Was am Anfang des Films noch als Reaktion auf den erlittenen Schock bei dem Zugunglück zurückzuführen wäre, dann jedoch eine nähere Bindung zum Film verhindert. Viel mehr kann dagegen der Zuschauer mit Elijah mitfühlen, dessen Lebensgeschichte einen großen Teil des Films ausmacht (scheinbar musste man Zeit mit Stoff füllen), und dessen Figur am Ende des Films dann so ohne Augenzucken einfach zerstört wird, was leider die Überraschung des Filmes ist.

Der Film scheitert also in erster Linie an der schwachen Story und dem Drehbuch – es sieht alles danach aus, als wollte man möglichst schnell einen Nachfolger zu „The Sixth Sense“ in das Kino bringen, und hat aus der Thematik Superkräfte und dem Zwang, am Ende des Filmes alles auf den Kopf zu stellen, schnell diese Kopie zusammengeschustert.

Fazit: Ein schlechtes Drehbuch und nur mittelmäßige Schauspielerleistungen verhindern die Aktion „Sixth Sense 2“ und ergeben zusammen einen Film über einen „realen“ Superhelden – nicht wirklich originell und nicht wirklich spannend!

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