Thirteen Days

USA (2000)
Regie: Roger Donaldson
Darsteller: Kevin Costner (Kenneth P. O’Donnell), Bruce Greenwood (JFK), Steven Culp (Bobby Kennedy), Dylan Baker (Robert McNamara) und andere kalte Krieger

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13 Tage. Solange hielt die Welt den Atem an, war der 3.Weltkrieg und ein erneuter Einsatz der Atombombe eine reale Bedrohung. Es sind die Tage zwischen der Entdeckung der Amerikaner, dass die Russen auf Kuba Langstreckenraketen installieren, die Amerika erreichen können, und dem diplomatischen Drahtseilakt, der das Horrorszenario in letzter Sekunde noch einmal verhinderte. Es sind die Jahre des Kalten Krieges, es sind die Jahre nach dem Schweinebucht-Debakel der USA, es sind die Jahre der Ära Kennedy. Der Film erzählt die Geschehnisse aus der Sicht des persönlichen Beraters von Präsident Kennedy und gibt dem Zuschauer einen Einblick in die schwierige Politik des Weißen Hauses, denn Kennedy muss nicht nur mit den Russen, sondern auch mit dem eigenen Krisenstab und der Presse ringen, die alle eigene Interessen verfolgen…

Auch die Realität kann spannend sein, wenngleich man als Zuschauer nicht so genau weiß, wieviel Fiktion in die Story geflossen ist. Auf jeden Fall schafft der Regisseur es, mehr Spannung als in jedem Action-Film zu erzeugen (trotz der bekannten Geschichte – das Ende ist schließlich keine Überraschung). Man sollte aber schon ein wenig Wissen und Interesse an der Politik dieser Zeit mitbringen, sonst können die 2 Stunden doch ganz schön lang werden.

Sind jedoch diese Bedingungen erfüllt, dann eröffnet der Film einen faszinierenden Einblick in die Politik der damaligen Zeit – die Forderungen des Bürger bzw. der Presse, die so lange wie möglich nicht informiert werden sollten, der Druck und die Ungeduld des Militärs, das auf Vergeltung für die Niederlage in der Schweinebucht drängt – und zeigt deutlich den schwierigen Drahtseilakt, den Kennedy vollführte und wo er seine Kraft hernahm, all das durchzustehen (zumindest aus der Sicht des Drehbuchs, welches sich auf persönliche Erinnerungen des Beraters des Präsidenten stützt). Getragen wird der Film dabei von der hervorragend harmonierenden Darstellerriege und den Kameraeinstellungen, die beim Zuschauer ein Gefühl von Authentizität erzeugen.

Fazit: Ist es nun ein Politikthriller mit mit hohem Grad an Authentizität oder ein Bericht über die Kubakrise im Kinoformat – egal, es ist äußerst spannend und gut gespielt, also für jeden empfehlenswert, es sei denn, man ist Politikmuffel.

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