Panic Room

USA (2002)
Regie: David Fincher
Darsteller: Jodie Foster (Meg Altman), Kristen Stewart (Sarah Altman), Forest Whitaker (Burnham), Dwight Yoakam (Raoul), Jared Leto (Junior), Patrick Bauchau (Stephen Altman)

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Die frisch geschiedene Meg zieht mit ihrer Tochter in ein feudales Haus in Manhattan, das ehemals einem jüngst verstorbenen, reichen Exzentriker gehörte. Dieser hatte sein Haus auch mit einem so genannten Panik-Raum ausstatten lassen – ein internes Rückzugsgebiet für Notsituationen wie Einbrüche und Überfälle. Ausgestattet mit Überwachungssystemen für die gesamte Wohnung, eigener Energie- und Luftversorgung und Lebensmittelvorräten stellt er ein gepanzertes Verteidigungsareal im eigenen Haus dar, geschützt durch massiven Beton, welches sich bei Bedarf hermetisch nach außen abschotten lässt.

Doch Meg hätte nicht erwartet, wie schnell sie diese Zuflucht brauchen würde, denn gleich in der ersten Nacht dringen 3 Einbrecher in ihr neues Heim ein. Zusammen mit ihrer Tochter kann sie sich in den Panik-Raum retten, nur um festzustellen, dass sie darin festsitzen. Es beginnt eine Belagerung durch die Einbrecher, denn diese wollen an das Geld des Vorbesitzers, welches sie genau im Panik-Raum vermuten…

Als ich die Trailer zu diesem Film sah, dachte ich gleich: Dieser Film ist nichts für mich! Aber schließlich haben mich Jodie Foster in ihrem ersten Film seit langem und David Fincher als Regisseur doch noch in das Kino getrieben, und zumindest die Darstellerin hat mich nicht enttäuscht. Ansonsten musste ich aber meine erste Vermutung bewahrheitet sehen: Die Story ist einfach zu dünn für anderthalb Stunden Film. Dies äußert sich in vielen Längen vor allem in der Mitte des Filmes, die notdürftig mit Klischees gestopft wurden, was ich von David Fincher bisher nicht gewohnt war. Immer wieder nimmt der Film lange Anläufe für die wenigen Handlungshöhepunkte, die dann schneller vorbei sind als man schauen kann; einschließlich eines vollkommen unbefriedigenden Endes, welches den Besucher konsterniert zurücklässt.

Die Stärken des Films sind eindeutig seine guten Darsteller und die eingespielte Regieführung von David Fincher. Allen voran Jodie Foster und Kristin Stewart wissen zu überzeugen und geben ihren Charakteren mehr Tiefe als sämtliche Dialoge des Films. Und auch die Darsteller der Gangster können zwischenzeitlich davon ablenken, dass man jede ihrer Handlungen problemlos vorhersehen kann. David Fincher spendiert seinem Film dabei die gewohnt gute Optik, wie sie alle seine Filme auszeichnet, nur dass sie diesmal fast im Alleingang die Spannung aufbauen muss.

Fazit: Zu wenig Action für einen Thriller und zu wenig Dialog für ein Kammerspiel: Ein Film, der sich nicht entscheiden kann und an der Aufgabe scheitert, eine viel zu kurze Handlung auf 90 Minuten auszudehnen. Nur die guten Darsteller und die Optik retten den Film ins Mittelmaß.

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