Riders

Kanada/Frankreich/UK (2002)
Regie: Gérard Pirès
Darsteller: Stephen Dorff (Slim), Natasha Henstridge (Karen Svenson), Bruce Payne (Magruder), Steven Berkoff (Surtayne), Clé Bennett (Otis), Steven McCarthy (Frank), Karen Cliche (Alex) und andere „Schauspieler“

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Wenn man zu intelligent zum Arbeiten ist, dann beweist man dies indem man einfach erfolgreich eine Bank ausraubt. Und weil das einmal so gut geklappt hat wie bei Slim und seinen Freunden Alex, Frank und Otis wird beim zweiten Mal noch eine Schippe draufgelegt und ein Geldtransporter gekapert. Doch diesmal läuft nicht alles rund und plötzlich sehen sich die 4 Möchtegern-Millionäre zwischen den Fronten von Polizei und Mafia. Der arrogante Cop Magruder möchte sich auf Kosten der Clique profilieren und zwingt sie zu weiteren Überfällen, während die Mafia dringend 20 Millionen teure Wertpapiere aus dem anfangs gekaperten Geldtransporter zurück will. Als sich Slim dann auch noch in die Polizistin Karen verliebt und Alex bei einer Fluchtaktion draufgeht, scheint sich das Team aufzulösen und ihr Schicksal besiegelt zu sein…

Leider können Filme oft dem Ersteindruck, den man aus dem Kino mitnimmt, bei längerer Betrachtung nicht standhalten; kleinere Fehler in der Story, die aufgrund von rasanter Action oder spannender Atmosphäre in 90 Minuten gerne einmal untergehen, treten beim Nacharbeiten des Filmes dann umso deutlicher zu Tage. So fühlte ich mich von „Riders“ wirklich gut unterhalten, doch spätestens beim Schreiben dieser Kritik war es dann aus mit der guten Bewertung…

Ich bin zum Glück mit nicht allzu hohen Erwartungen in die für mich kostenlose Veranstaltung gegangen, denn allein die Hauptdarsteller haben bisher jeden Ansatz von Können vermissen lassen. Und so mag es nicht verwundern, dass ihnen auch wieder stereotype Rollen auf den Leib geschrieben wurden und diese im Falle von Natasha Henstridge und Bruce Payne auch noch mit grausam schlechten Dialogen einhergehen (woran sich Frau Henstridge ja spätestens seit „Species“ gewöhnt haben müsste). Die Story erweist sich als stark vorhersehbar und ist aus anderen Bankräuberfilmen zusammengeklaut; auch die Actionszenen meint man irgendwo schon einmal gesehen zu haben – nur ergibt vieles im Nachhinein absolut keinen Sinn, außer dass der Regisseur bestimmte Bilder im Kopf hatte und versucht hat, dazwischen zwanghaft einen losen Pfaden zu spannen.

Trotz aller dieser Mankos entwickelt sich mit der immer enger ziehenden Schlinge um Slims Kopf eine Spannung, die dem souveränen Regiestil von Pirès zuzuschreiben ist, der zumindest nicht schlecht geklaut hat und so den nicht allzu aufmerksamen Zuschauer einen unterhaltsamen Abend beschert.

Fazit: Ein actionlastiger Film ohne Ansprüche an die Story und den Zuschauer, der zumindest gut unterhalten kann und wahrscheinlich auch gar nichts anderes will!

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