Der Herr der Ringe – Die zwei Türme

Neuseeland/USA (2000)
Regie: Peter Jackson
Darsteller: Elijah Wood (Frodo Beutlin), Sir Ian McKellen (Gandalf), Viggo Mortensen (Aragorn), Sean Astin (Sum), Billy Boyd (Pippin), Dominic Monaghan (Merry), John Rhys-Davies (Gimli/Baumbart), Orlando Bloom (Legolas), Liv Tyler (Arwen), Hugo Weaving (Elrond), Cate Blanchett (Galadriel), Christopher Lee (Saruman), Bernard Hill (König Théoden), Miranda Otto (Éowyn), Karl Urban (Éomer), Brad Dourif (Schlangenzunge), David Wenham (Faramir), Andy Serkis (Gollum/Sméagol) und eine Armee Orks

Offizielle Homepage

Nach dem Zerfall der Gemeinschaft des Ringes machen sich Frodo und Sum alleine auf, um den Einen Ring nach Mordor zu tragen. Doch schon bald müssen sie feststellen, dass sie keine Vorstellung von dem vor ihnen liegenden Weg haben. Den kennt dafür Gollum, den die beiden nachts gefangen nehmen und dazu bringen können, sie zum Dunklen Tor zu führen. Doch kann man Gollum wirklich trauen oder wird er die erste Gelegenheit nutzen, um endlich wieder an den Ring zu gelangen?

Währendessen haben Aragorn, Legolas und Gimli die Verfolgung der Uruk-Hai aufgenommen, die Merry und Pippin in ihrem Gewahrsam haben. Doch als sie ihre Fährte im Fangorn-Wald verlieren stößt jemand zu ihnen, mit dem sie nicht rechnen konnten: Gandalf hat den Sturz und den Kampf mit dem Balrog überstanden und gemeinsam reiten sie nach Rohan um sich dem Heer von Isengard unter der Führung Sarumans entgegen zu stellen. Doch König Théodem steht bereits unter dem Bann des Zauberers von Isengard und sein Reitervolk ist zerrüttet und hat nicht mehr die einstige Stärke. Kann Gandalf Saruman noch etwas entgegenhalten und welche Rolle werden die Baumwesen spielen, auf die die beiden Hobbits im Wald von Fangorn gestossen sind…

Ein Jahr musste ich jetzt warten, um nach dem glanzvollen ersten Teil endlich die Fortsetzung im Kino zu sehen. Also rannte ich gleich in die Mitternachtspremiere und bin immer noch froh, dies getan zu haben. Peter Jackson hält (gezwungenermassen) von Anfang an das Tempo des Films hoch, kann er doch im zweiten Buch nicht so viele Storyelemente weglassen wie noch im ersten Teil, da die Geschichte nun immer stärker ineinander verschachtelt ist. Nichtsdestotrotz wurde doch ganz erheblich am Drehbuch geschraubt; in der letzten Stunde verlässt der Film eigentlich ständig die vorgegebenen Bahnen oder fügt gänzlich neue Elemente hinzu (der Sieg bei der Schlacht von Helm’s Deep kommt eigentlich durch die Ents zustande, Frodo kommt niemals nach Osgiliath und Aragorn landet nicht im Fluss!). Warum die nicht minder spannende Geschichte so wie Tolkien sie schrieb dermaßen abgeändert werden muss wird mir nicht ganz klar, jedoch muss ich auch zugeben dass es für Nichtleser des Buches sicherlich keinen Unterschied macht.

Denn wie schon im ersten Teil kann die Fantasy-Welt von Mittelerde voll überzeugen. Man erkennt zwar hier und da mal die computergenerierten Effekte (Gollum, die fliegenden Nazgul, die Ents), aber sobald man der Selbstgespräche Gollums folgt, die Angst der Hobbits vor dem fliegenden Ringgeist sieht oder den Angriff auf Isengard miterlebt, vergisst man dies alles und gibt sich voll der fantastischen Welt hin. Von den Figuren ragt aber gerade der CGI-Gollum hervor, dem neben den tollen Dialogen aus dem Buch eine Körpersprache auf den Leib gerendert wurde, die ihn zum eigentlichen Hauptdarsteller macht und ganz klar Frodo die Show stiehlt, der aber von Elijah Wood noch besser als in Teil 1 verkörpert wird. Auch den Schauspielern der ’neuen‘ Charaktere, allen voran Brad Dourif und Miranda Otto, sind die Rollen scheinbar vorherbestimmt; in all der verschwenderischen Ausstattung können sie trotzdem noch die Charaktere hervorheben und dem Zuschauer vermitteln.

Fazit: Die größte Trilogie der Filmgeschichte geht in die zweite Runde und kann mit der gleichen fantastischen Umsetzung von Mittelerde und den hervoragenden schaupielerischen Leistungen voll an Die Gefährten anschließen. Allerdings gibt es leichte Schwächen bei der CGI-Umsetzung einiger Kreaturen und Peter Jackson hat um einiges zu oft die Geschichte umgeschrieben – trotzdem noch der beste Film des Jahres!

Einen Kommentar schreiben

(optional)