In der Schweiz, in der Schweiz, in der Schweiz

… kann das Wetter auch mies sein – jedenfalls solange ich dort weile. Seit heute zeigt Zürich wieder blauen Himmel, was meine Fotos jedoch nicht rettet. Trotzdem konnte ich mich davon überzeugen, dass die Stadt ein angenehmer Ort zum Leben und vor allem zum Studieren ist. Teile von Uni und ETH liegen direkt im Zentrum, wodurch man als Student gut zu Fuß sein sollte. Denn links und rechts des Zürich-Sees und seines Abflusses Limmat geht es schnell steil bergauf.

Die vielen kleinen Gassen im mittelalterlichen Stadtkern haben mich dann auch am meisten beeindruckt. Keine Straße gleicht der nächsten, überall gibt es kleine Geschäfte und viele Details zu sehen. In einem Haus startet eine kleine Standseilbahn, in einem anderen kann man die Überreste einer römischen Bäderanlage bewundern.

Und natürlich habe ich mir die Gelegenheit nicht entgehen lassen, wieder einen Kirchturm zu besteigen. In Zürich bietet sich dazu der Karlsturm des Großmünster an, der zwar nicht allzu hoch ist (62m, 187 Stufen), aber trotzdem einen guten Ausblick über die Altstadt und den Zürichsee bietet. Bei gutem Wetter wohlgemerkt. Zumindest bietet eine Website die Panoramen an, die mir verwehrt blieben.

grossmuenster.jpg

Aber auch in der Schweiz wird auf Weihnachtsmärkten nicht nur Traditionelles gehandelt. Zwar gibt es Glühwein, Früchte mit Schokoladenüberzug und die schweizer Spezialitäten Birewegge und Apfelkücherl zu kaufen, doch die meisten Stände handeln inzwischen mit Duftkerzen. So jedenfalls auf dem Zürcher Christkindlimarkt, dem es aber aufgrund seiner Lage in der großen Halle des hektischen Züricher Hauptbahnhofs an Atmosphäre mangelt.

Diese erzeugen dafür die Ortsnamen und abgewandelten Begriffe der Schweizer. Viele Ös und Üs und vor allem die Li-Form (Verhüterli, Christkindli) sorgen für einen ganz anderen Rhythmus bei der Aussprache, an den man sich erst gewöhnen muss. Vier Tage waren dafür einfach zu wenig, also werde ich wohl noch einmal (bei besserem Wetter) zurückkommen müssen, zum Beispiel zum Sächsilüüte im Frühjahr.

Andere Kirchturmbesteigungen:
Wörlitzer Bibelturm
Ulmer Münster
Kölner Dom

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