Jein zu Tempelhof!

Wie zu besten Wahlzeiten hängen die Straßen voll mit Plakaten um das müde Volk dazu zu bewegen, beim Volksentscheid zur Erhaltung des Flughafens Tempelhof abzustimmen. Da ich nicht weiß, wozu Berlin drei Flughäfen und einen noch dazu mitten in der Stadt braucht, auf der anderen Seite aber auch kein Problem mit diesem Stück Geschichte habe, werde ich diesen Sonntag das Wahllokal wohl nicht aufsuchen.

Die beiden KontraParteien sind sich wohl bewusst, dass noch mehr Berliner sich einer Entscheidung entziehen werden, und so versucht zumindest die Kampagne für den Erhalt, auf recht primitive Art und Weise die Menschen zu mobilisieren (sie profitiert schließlich nur von einer hohen Wahlbeteiligung). Man versucht den Eindruck der Unterdrückung zu erwecken, klopft Sprüche über die Macht des Volkes und sieht die Zukunft der Stadt gefährdet. Auf die Regierenden, allen voran Wowereit, wird plakativ geschimpft, während andere Autoritäten wie Frau Merkel zitiert werden, obwohl diese klar keine eindeutige Meinung äußert. Schon allein dieses Widersprüchlichkeit würde mich davon abhalten, pro Tempelhof zu stimmen – die Kampagne schießt nur blind um sich und hofft, genügend Berliner damit zu treffen.

Meine Prognose: Eine niedrige Wahlbeteiligung wird dieses Volksbegehren scheitern lassen und die Stadt wird sich bald Gedanken machen müssen, wie sie ohne viel Geld eine riesige Brachfläche sinnvoll zu nutzen gedenkt!

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