Alle Wege führen nach Freyburg

neuenburg.jpg

Jedenfalls taten sie das für mich um Männertag herum. Am Mittwoch vor Himmelfahrt stand Walpurgisnacht-Rock auf Schloss Neuenburg oberhalb von Freyburg auf dem Programm. Sieben Bands und die interessante Kulisse innerhalb der Burgmauern waren der Anreiz, mir dieses Mini-Festival einmal anzusehen.

Im Gegensatz zu anderen Veranstaltungen dieser Art hatte jede Band eine Auftrittszeit von anderthalb Stunden und konnte so das volle Repertoire zeigen. Dies wurde durch zwei Hauptbühnen und überlappende Spielzeiten erreicht, wodurch man sich zwar immer für eine Band entscheiden musste, aber trotzdem von jeder etwas mitbekommen konnte. Im Innenhof war den ganzen Abend Mittelaltermusik angesagt (Transsylvanians, Fiddler’s Green, Tanzwut), während auf der Vorburg-Bühne die Firebirds von Rammstein-Lookalikes und -Coverbands eingerahmt wurden. Warum dann ausgerechnet Feuerengel als letzte Band und nicht Tanzwut den Headliner spielen durften, war mir nicht ganz klar. Aber vielleicht wollte man vor Männertag einigen Herren die Chance geben, schon 0:30 Uhr nach Hause zu fahren. Ich bin dann auch nicht bis zum Ende geblieben, da inzwischen der Wind so unangenehm durch die Burg fegte und Feuerengel nicht genügend Hitze erzeugten, um mich warm zu halten.

Entgegen aller Planungen ging es dann gleich zu Himmelfahrt wieder nach Freyburg. Meine Männertagsrunde hatte spontan beschlossen, von Bad Kösen über Schulpforte nach Freyburg entlang der kleinen Saale und Unstrut zu wandern. Da das Wetter mehr als mitspielte und die Strecke einiges zu bieten hat, wurde es ein sehr angenehmer Tag. Am Zielort lud außerdem der Freyburger Weinfrühling zu Weinproben ein. Aufgrund des Bayerns-Spiels haben wir aber auf einen Aufstieg zur Neuenburg verzichtet und uns eine Kneipe mit Live-Übertragung gesucht.

Vielleicht komme ich ja dieses Jahr zum Winzerfest wieder an die Unstrut; dieses ist immer einen Besuch wert!

Einen Kommentar schreiben

(optional)