The Elder Scrolls V Skyrim – Mein Tagebuch, Teil 4

Nach nunmehr 80 Stunden Spielzeit – mein Charakter ist inzwischen bei Level 37 angekommen – stellen sich langsam aber sicher erste Ermüdungserscheinungen ein. Und das liegt weniger an den weiterhin abwechslungsreichen und motivierenden Quests (gerade besorge ich für einen sprechenden Hund ein daedrisches Artefakt), sondern an dem zeitraubenden und ablenkenden Charaktermanagement.

Teilweise schuld daran ist das bereits angesprochene Mikromanagement des Inventars. Da Questgegenstände nicht abgelegt werden dürfen, blockieren diese mittlerweile rund ein Viertel von dessen Kapazität. Dies verschärft das Problem, dass ich ständig die gesammelten Items verkaufen muss, um etwas Platz im Rucksack zu haben. Und hier kommen zwei weitere Einschränkungen von Skyrim zum Tragen: Zum Einen haben die Händler alle nur ein relativ kleines Budget, und Tauschen löst mein Platzproblem nicht. Zum Anderen trage ich viel Schmuck mit mir herum, da ich ständig an meinen Schmiedefähigkeiten arbeite und Gold/Silber/Edelsteine sehr oft gefunden werden. Für Schmuck gibt es allerdings nur wenige Händler, so dass ich oft vor der Entscheidung stehe, wertvolle Items wegzuwerfen oder minutenlang zwischen den Städten zu reisen, um sie zu verkaufen. Da die Händler auch nur von 8 bis 20Uhr ihre Läden öffnen, nimmt das (gewinnbringende) Entleeren des Inventars sehr viel Zeit in Anspruch.

Ein weiterer Nervfaktor ist das einseitige Friendly Fire zwischen meinem Charakter und seiner Begleiterin. Ich selber kann durch die größten Feuerwellen meiner Begleiterin laufen, ohne verletzt zu werden. Läuft diese jedoch zwischen meinen Charakter und den Gegner und wird von mir getroffen, ist sie meist sofort tot – ich habe sie sicherlich schon um die 20mal unbeabsichtigt getötet, weil in unübersichtlichen Kämpfen oft nicht klar ist, wer Freund und wer Feind ist. Ärgerlich an so einem Tod ist, dass die Auswahl eines neuen Begleiters und die Ausstattung desselben mit einer konkurrenzfähigen Ausrüstung sehr zeitaufwendig ist – da lade ich lieber den letzten Spielstand, das ist die schnellere Option. Zeit geht so oder so verloren, die ich lieber investieren würde, um Dungeons zu säubern.

Ansonsten bin ich kurz davor, meine erste Fähigkeit auf Level 100 zu bringen. Und das ist nicht etwa der ständig im Einsatz befindliche Einhandwaffen-Perk, sondern das Blocken. Und damit zeigt sich ein Nachteil des Spielprinzips, Fähigkeiten durch die Benutzung zu steigern. Es reicht nämlich, sich vor einen stark zuschlagenden Gegner zu stellen und einfach nur dessen Schläge zu blocken. Dies macht man ein, zwei Minuten lang, und hat wieder ein paar Stufen gesteigert. Bei anderen Fähigkeiten ist das nicht möglich, da zum Beispiel die Angriffsfähigkeiten nur bei erfolgreichen Angriffen leveln und es keine Gegner gibt, auf die mein Charakter unentwegt eindreschen kann – irgendwann sind diese einfach besiegt. Da fehlt aus meiner Sicht etwas das Balancing zwischen den Fähigkeiten.

Einen Kommentar schreiben

(optional)