(Noch) Nichts gelernt

Nach der letzten vorletzten Bundespräsidentenwahl berichtete ich über die Probleme der Bundesversammlung mit den neuen Medien. Als Ergebnis daraus hat der Bundestag für die heutige Wahl einfach die Handynutzung verboten, frei nach dem Motto: Was wir nicht verstehen, verbieten wir. Das Prozedere scheint also wichtiger zu sein als eine auch für die Bürger transparente Wahl, bei der das Ergebnis an alle verkündet wird, sobald es feststeht.

Dabei ist diese Transparenz ein wichtiger Punkt, den alle traditionellen Parteien von der Piratenpartei lernen können. Dies illustrierte sehr schön deren Geschäftsführerin Marina Weisband beim Besuch der Talkshow Roche & Böhmermann. Sie wurde nämlich gefragt, ob es ein Problem für sie wäre, dass andere Parteien ihr Geheimrezept moderner Politik, die Einbeziehung der Bürger, aufgreifen. Und Marina antwortete, dass der Erfolg ihrer Partei ihr gar nicht wichtig ist, sondern das, was sie erreicht. Diese Aussage kann ich nur unterstreichen: Statt hinter verschlossenen Türen irgendwelche verkrusteten Verfahren einzuhalten, sollte Offenheit bei der Bundespräsidentenwahl herrschen. Dann fühle ich mich als Bürger stärker einbezogen und nicht ausgeschlossen!

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