Scary Movie 3

USA (2003)
Regie: David Zucker
Darsteller: Anna Faris (Cindy Campbell), Charlie Sheen (Tom Logan), Simon Rex (George), Regina Hall (Brenda Meeks), Jeremy Piven (Ross Giggins), Jianna Ballard (Sue), Anthony Anderson (Mahalik), Marny Eng (Tabitha), Leslie Nielsen (President Harris), Ja Rule (Agent Thompson), Denise Richards (Annie Logan), Queen Latifah (Aunt Shannequa), Eddie Griffin (Orpheus), Timothy Stack (Carson Ward), Darrell Hammond (Pater Muldoon), Camryn Manheim (Polizist Champlin), Pamela Anderson (Becca), Jenny McCarthy (Kate), George Carlin (Der Architekt) und der halbe Wu-Tang-Clan

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Auf der Farm des Ex-Pfarrers Logan haben Außerirdische Zeichen in das Kornfeld gemäht, während die alleinerziehende Cindy die Bekanntschaft mit einem seltsamen Video macht, welches scheinbar ihre beste Freundin umgebracht hat. Doch wie hängen diese beiden Ereignisse zusammen und vor allem: Wie reagiert der Präsident?

Tja, die Zusammenfassung der Filmgeschichte zeigt eins deutlich: Scary Movie 3 versteht sich genauso wie seine beiden Vorgänger als reine Persiflage und versucht deshalb auch nur notdürftig, die vielen geklauten Erzählstränge mit einer eigenen Story zu verweben. So orientiert sich der Film grob an „The Ring“, Signs, „Matrix“ und leider auch an „8 Mile“, doch dazu gleich mehr.

Da der Vorgänger an den Kinokassen floppte, hat nun Comedy-Altgestein David Zucker die Regie übertragen bekommen. Zusammen mit der recht sehenswerten Besetzungsliste und dem zwanghaften Einbringen des Hip-Hop-Parts sollte diese Aktion die Serie wieder auf Erfolgskurs bringen, was aus jetziger Sicht wohl gelungen ist. Dabei merkt man an jeder Stelle des Films, wer da Regie geführt hat – Leslie Nielsen versucht wieder armen Menschen die Maske vom Kopf zu reißen, es gibt Slapstick-Elemente ohne Ende und Charlie Sheen darf genau ein Gesicht ziehen – was sich zumindest mit der Rolle von Mel Gibson im Original deckt. Da dies allein aber noch lange nicht für einen Erfolg ausreicht (wann hatte Leslien Nielsen zuletzt einen Kassenknüller?) wird der Humor um die klassischen Parodie-Elemente der Serie und den typischen flachen Humor der Teenie-Komödien angereichert.

Herausgekommen sind am Ende knapp 90 Minuten (mir kam es kürzer vor, die deutsche Version scheint stark geschnitten zu sein) Gags am Fließband, über die man aber besser keine Sekunde nachdenken sollte. Denn normalerweise sollte eine Satire dem Original die eigenen Fehler aufzeigen, doch bei Scary Movie beschränkt man sich lieber darauf, die bekannten Szenen fast eins zu eins nachzuspielen und dabei Wortwitz und Slapstick einzufügen. Ärgerlich jedoch sind die Hip-Hop-Episoden des Films, denn außer dem ständig zelebrierten Waffengag wird „8 Mile“ annähernd originalgetreu umgesetzt – da hat man sich wohl nicht getraut, die Afroamerikaner als potentielle Zuschauerfraktion etwas auf die Schippe zu nehmen. So verkommt dieser Teil des Films zum Langeweiler und gefällt wohl nur allen HipHoppern, die damit ins Kino gelockt wurden. So erklärt sich auch der Auftritt des halben Wu-Tang-Clans, die im Gegensatz zu Ja Rule nicht über einen einzigen Satz hinauskommen.

Fazit: Witzige Fortsetzung mit vielen Gastauftritten, aber auch recht flachem Humor. Der Hip-Hop-Teil des Films reißt das Ergebnis leider nach unten – ein schnell verdautes (und auch wieder vergessenes) Vergnügen!

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