Berlinale-Nachruf

In klassisch amateurhafter Art wurden soeben auf der Berlinale die Bären vergeben. Die Preisträger sind wohl unter Favoritensiege einzuordnen, doch ich habe große Probleme damit, dass sich das Festival so schlecht präsentiert. Eine Preisverleihung in 50 Minuten abzufackeln, weil alle Sieger nur kurz die Bühne streifen und ins Publikum winken – dafür muss diese Veranstaltung nicht stattfinden. Es gibt keine Begründungen für die Auswahl der Jury und es gibt keine Reden der Gewinner; eine Veröffentlichung der Ergebnisse im Internet hätte mir zumindest Anke Engelkes Auftritt erspart. Da ist die von Dieter Moor moderierte Nachbereitung auf 3Sat die deutlich bessere Show.

Nach Meinung einiger Kritiker deckt sich die Qualität der Rahmenveranstaltungen aber mit der künstlerischen Qualität der Wettbewerbsfilme, und dies in fast allen Sektionen. Mein Eindruck ist ähnlich, wobei meine persönliche Auswahl so speziell ist, dass sie schlecht das ganze Festival widerspiegeln kann. Trotzdem habe ich weniger gute Filme gesehen als im letzten Jahr.

Morgen schließe ich die Berlinale 2011 mit Un Mundo Misterioso ab und verweise zum Schluss neben den Kritiken beim Festivalblog noch auf das epdFilm Berlinale-Blog 2011, bei dem u.a. Harald Mühlbeyer und Jörg Buttgereit schreiben.

Heaven's Story
Vampire
Rundskop
The Guard
Mishen
Un mundo misterioso

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